01.04.2025
Geseke

Ausstellung Entwürfe Denk- und Mahnmal zum sexuellen Missbrauch im Diözesanmuseum

Vom 04.04.2025 bis zum 18.05.2025 findet im Foyer des Diözesanmuseums eine Ausstellung aller Entwürfe zum zukünftigen Denk-und Mahnmal im Paderborner Dom statt, welches die Anerkennung der Kirche zum geistigen und sexuellen Missbrauch darstellen soll.

Acht Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich am Wettbewerb zum geplanten Denk- und Mahnmal im Bereich des Paderborner Domes, das den sexuellen und geistlichen Missbrauch in der Kirche thematisiert. Eine Jury aus Vertretern des Erzbistums Paderborn, des Metropolitankapitels, der Betroffenenvertretung im Erzbistum sowie interner und externer Expertinnen und Experten sichteten die eingereichten Entwürfe und kürten am Dienstag, 25. März 2025, den Siegerentwurf: Die Wahl fiel auf den Entwurf von Christoph Brech aus München. Der für die Umsetzung empfohlene Künstlerentwurf wird gemeinsam mit allen weiteren Beiträgen der Öffentlichkeit in der Zeit vom 4. April bis 18. Mai 2025 im Foyer des Erzbischöflichen Diözesanmuseum präsentiert. Der Eintritt in die Foyer-Ausstellung ist frei.

Der begrenzte Wettbewerb stellte die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler vor eine besondere Herausforderung: Sie sollten mit ihrem Entwurf zum zukünftigen Denk- und Mahnmal im Bereich des Paderborner Domes deutlich machen, dass die Kirche das Versagen von Klerikern und Laien in Bezug auf den sexuellen oder geistlichen Missbrauch Schutzbefohlener, Kinder und Abhängiger, sieht, anerkennt, bereut und alle möglichen Maßnahmen ergreifen möchte, damit dies nicht weiter geschieht. Das forderten das Erzbistum Paderborn, das Paderborner Metropolitankapitel sowie die Betroffenenvertretung im Erzbistum gemeinsam im Auslobungstext. Mit dem Kunstwerk soll das Leid aller Betroffenen sichtbar einen Platz im Bereich des Domes und damit in der Kirche von Paderborn erhalten.

Das Erzbistum Paderborn nimmt jeden konkreten Fall und jeden Verdachtsfall im Sinne der Leitlinien von sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt sehr ernst.

Aufarbeitung, Intervention und Prävention im Erzbistum Paderborn

Um einen Überblick zum aktuellen Stand der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, der Intervention und der Prävention zu erhalten, hat das Erzbistum Paderborn auf seiner Homepage einen eigenen Bereich eingerichtet: https://www.erzbistum-paderborn.de/beratung-hilfe/hilfe-bei-missbrauch. Hier stehen die Informationen öffentlich einsehbar zur Verfügung. Sie werden jährlich mit Rückblick auf das vergangene, abgeschlossene Jahr zu Beginn eines jeden neuen Jahres aktualisiert.

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